Aus- und Fortbildung

Die Ausbildung der Feuerwehren ist aufgrund des breiten Anforderungsspektrums vielseitig. Jeder Feuerwehrmann durchläuft festgelegte Pflichtausbildungen, die von Ausbildern des Landkreises durchgeführt werden. Ein typisches Beispiel in chronologischer Reihenfolge: 

  • Truppmannausbildung Teil 1 mit E.H. Kurs (Grundausbildung)
  • Sprechfunkerausbildung (in der Regel gemeinsam mit der Grundausbildung)
  • Truppmannausbildung Teil 2 (Standortausbildung über zwei Jahre)
  • Atemschutzausbildung
  • Truppführerausbildung

Nach diesen Ausbildungen, die jedes Mitglied der Feuerwehr bei uns durchläuft, lassen sich noch weitere Ausbildungen absolvieren: Kraftfahrer lassen sich zum Maschinisten ausbilden, die Verantwortlichen für unser technisches Equipment erlangen ihr Wissen im Lehrgang für Gerätewarte, die Betreuer der Jugendfeuerwehr sind Jugendgruppenleiter, oder haben den Lehrgang zum Jugendwart absolviert. 

Ein Teil der o.g. Lehrgänge (Jugendwart, Gerätewart) findet an der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg in Bruchsal statt. Ebenso werden dort die Führungskräfte Gruppenführer, Zugführer, Verbandsführer und die Kommandanten ausgebildet.

Neben diesen angebotenen Ausbildungen finden jährlich viele weitere Fortbildungen zu vielen verschiedenen Themen statt.

 Hier möchten wir anhand einiger Beispiele unsere umfangreichen Aus- und Fortbildungstätigkeiten beleuchten.

Grundausbildung bei der Feuerwehr Aichtal

Von Mitte Dezember 2011 bis Anfang Januar 2012 fand bei der Feuerwehrabteilung Aich wieder eine Grundausbildung mit anschließender Sprechfunkausbildung statt! 21 junge Feuerwehrmänner und drei Feuerwehrfrauen aus dem ganzen Landkreis Esslingen waren dieses Mal dabei!

 

Dafür bildeten das Feuerwehrhaus in Aich und der Festhallenbereich beste Voraussetzungen. 

Unter der Leitung von Abteilungskommandant Walter Kuhn sowie weiteren Zug– und Gruppenführern der Abteilung Aich konnte die Truppmann Ausbildung erfolgreich durchgeführt. Durch die Unterstützung mit Feuerwehrfahrzeugen der Abteilung Aich, der Feuerwehr Altdorf, Erkenbrechtsweiler und Wolfschlugen konnte die Vielfalt der Feuerwehrtechnik anschaulich verdeutlicht werden.

Dieses Truppmann-Ausbildungsmodul hat das Ziel, notwendige Fähigkeiten von grundlegenden Tätigkeiten mit den Schwerpunkten Lösch- und Hilfeleistung zu vermitteln. Der Lehrgang umfasst 70 Unterrichtsstunden welche in 6 Lernfelder eingeteilt sind, wobei die Theorie und Praxisanteile annähernd gleich verteilt sind. In direktem Anschluss an die Truppmannausbildung erfolgte noch der 20 Stunden umfassende Sprechfunklehrgang. 

Anfang Januar stand dann die Abschlussübung an. Nachdem alle Floriansjünger am Morgen einen schriftlichen Lernachweis abgelegt hatten, wurden sie am Nachmittag zu einem Übungseinsatz in das Aicher Industriegebiet Stockwiesen alarmiert. Unter den Augen zahlreicher Feuerwehrangehöriger unter denen auch einige Kommandanten und Abteilungskommandanten waren, galt es das Gelernte in der Praxis umzusetzten.

Angenommen wurde ein Verkehrsunfall mit drei Fahrzeugen. In zwei Fahrzeugen waren jeweils eine Person eingeklemmt. Auf dem dritten Fahrzeug befand sich ein Gefahrgutbehälter dessen brennbare Flüssigkeit austrat und sich bereits entzündet hatte. Mit geübten Handgriffen machten sich die Einsatzkräfte daran, die beiden eingeklemmten Personen patientengerecht aus den beiden Fahrzeugen zu befreien. Der Brand wurde unter Atmeschutz mit Schaum gelöscht und das ausgetretene Gefahrgut aufgenommen.

Zurück im Aicher Feuerwehrhaus konnte Kreisausbilder Walter Kuhn abschließend allen Teilnehmern zum Bestehen des Lehrganges gratulieren und ihnen die Urkunde überreichen.

Insgesamt brachten die Feuerwehrangehörigen hierzu freiwillig nahezu hundert Stunden in vier Wochen für die Feuerwehr auf - ein hervorragendes ehrenamtliches Tun.

Wir gratulieren allen Teilnehmern und wünschen Ihnen auf Ihrem weiteren Weg viel Erfolg!

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Truppführerausbildung bei der Feuerwehr Aichtal

Ende Dezember 2013 fand bei der Abteilung Aich wieder ein Truppführer-Lehrgang auf Kreisebene statt. Lehrgangsleiter Walter Kuhn begrüßte zu Beginn des 35 Stunden dauernden Lehrgangs alle 21 Feuerwehrkameraden aus den Feuerwehren Aichtal Abt. Aich und Abt. Grötzingen, Erkenbrechtsweiler, Hochdorf, Köngen sowie aus Neckartailfingen.

Truppführer haben bei der Feuerwehr die Aufgabe eigenverantwortlich einen Trupp - bestehend aus zwei Einsatzkräften - nach Weisung des Gruppenführers zu führen.

Der Lehrgang beinhaltet theoretische und praktische Ausbildungsabschnitte:

  • Rechtsgrundlagen
  • Brennen und Löschen
  • Gefahren der Einsatzstelle
  • Technische Hilfeleistung
  • ABC – Gefahrstoffe
  • Löscheinsatz
  • Vorbeugender Brandschutz
  • Fahrzeugkunde

Der theoretische Unterricht fand im Feuerwehrhaus der Abteilung Aich statt. Die praktischen Übungen wurden in Aich und Magstatt durchgeführt.

So wurde am Feuerwehrhaus z.B. der Löschangriff von Außen, sowie über tragbare Leitern und im Innenangriff unter schwerem Atemschutz geübt.

Auf dem Schrottplatz in Magstadt warteten auf die Lehrgangsteilnehmer drei verunfallte PKW. Aus diesen galt es die technische Hilfeleistung mit den vorhandenen Gerätschaften sicher anzuwenden und nach dem Rettungsgrundsatz der Patientengerechten und schonenden Rettung durchzuführen und an den Rettungsdienst zu übergeben.

Am Lehrgangs Ende musste jeder Teilnehmer noch einen schriftlichen Leistungsnachweis erbringen, der von allen mit sehr guten Ergebnissen abgelegt wurde. Dieser Ausbildungsabschnitt ist Bestandteil der Feuerwehr Dienstvorschrift 2.

Nach der Mittagspause konnte jeder Lehrgangsteilnehmer sein erworbenes Wissen in der Praxis vor zahlreichen Zuschauern bei einem Übungsszenario demonstrieren. Die Übung beinhaltete die Bereiche technische Hilfeleistung, Gefahrgut, Brand und wurde durch einen Verkehrsunfall mit Pkw, Lkw, landwirtschaftlichem Fahrzeug sowie einem Radfahrer dargestellt. Hierbei galt es Personen aus den Fahrzeugen zu befreien, auslaufenden Gefahrstoff aufzunehmen und einen Brand mittels Schaumangriff zu löschen. Die Lehrgangsteilnehmer rückten mit 3 Löschgruppenfahrzeugen zum Übungsszenario aus. Alle Aufgaben wurden erfolgreich absolviert.

Alle Lehrgangsteilnehmer sowie die Ausbilder führten den gesamten Lehrgang während ihrer Freizeit durch. Aufgrund der engagierten Leistungen und des neu erworbenen Fachwissens konnte allen Teilnehmern am Ende des Lehrgangs zum Bestehen der Truppführerausbildung gratuliert werden.

Heißausbildung im holzbefeuerten Brandcontainer

Die Feuerwehr Aichtal hatte im Jahr 2013 die Chance, einen Tag im holzbefeuerten Brandübungscontainer der Firma IFRT in Kühlsheim zu verbringen.

Ein jährlicher Besuch im gasbefeuerten Übungscontainer der EnBW ist für die Feuerwehr Aichtal schon zur Routine geworden. Taktik und richtiges Vorgehen lassen sich in solch einer Anlage gut erlernen und trainieren; eine klare Vorstellung über die Hitze- und Rauchentwicklung eines echten Feuers kann dabei jedoch nicht vermittelt werden.

In Kühlsheim steht die feststoffbefeuerte Brandübungsanlage der Firma IFRT. Auf dem alten Kasernengelände ist genug Platz, um Feuerwehrleuten aus der ganzen Welt kräftig einzuheizen. 16 Feuerwehrmänner aus dem Aichtal waren am frühen Samstagmorgen um 07:30 Uhr angereist, um sich an der Herausforderung zu versuchen.
Nach der Begrüßung und einem Theorieblock folgt die Übernahme der Atemschutzgeräte, sowie eine Einweisung in die Anlage. Im Gegensatz zu Gasanlagen kann bei holzbefeuerten Systemen kein Not-Aus-Knopf für eine sofortige Beendigung der Übung sorgen; besondere Vorsicht und Sorgfalt der Ausbilder und Teilnehmer ist deshalb oberstes Gebot.
Der erste Durchgang im Container wird als „Hitzegewöhnung“ bezeichnet. Die Ausbilder demonstrieren die Entstehung eines Brandes. Vom Stützfeuer ausgehend entwickelt sich im Brandraum ein Vollbrand; die Rauchgase und die Hitze ziehen in den Container und über die Köpfe der Feuerwehrleute hinweg. Wo anfangs noch diffuser weißer Rauch zu sehen war, ist schon bald dichter schwarzer Rauch. Wird nun zusätzlich der Container geschlossen und das Feuer mit Wasser bekömpft, so steigt, ähnlich wie in der Sauna, die gefühlte Temperatur schlagartig an und die Sicht wird schlechter. Gegen den Wasserdampf ist die Schutzkleidung der Feuerwehr sehr durchlässig. Für viele Teilnehmer eine völlig neue und wichtige Erfahrung: Mit Wasser muss in Brandräumen sehr überlegt umgegangen werden.

Am Nachmittag folgen weitere Durchgänge im Brandcontainer. Neben der Demonstration von Rauchgasdurchzündungen, dem berühmten Flash-Over, gehört auch ein Feuerlöschtraining und eine kurze Einheit zur hydraulischen Ventilation, mit deren Hilfe sich Feuerwehrleute in Brandräumen auf einfache Weise mehr Sicht verschaffen können.
Viele Teilnehmer stießen hierbei, im Container wurde es von Durchgang zu Durchgang heißer, an die Grenzen ihres Kreislaufs oder ihrer Ausrüstung: Ein wichtiger Lerneffekt, um eine Überschätzung und daraus resultierende lebensgefährliche Situationen zu verhindern!

Nach etlichen verbrauchten Litern frischer Flaschenluft und Schweiß waren sich die Teilnehmer des Lehrganges einig: Jeder Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr sollte regelmäßig in den Genuss einer feststoffbefeuerten Übungsanlage kommen! Das Gefühl der Hitze und das Wissen über die Grenzen der eigenen Schutzkleidung und des eigenen Körpers können im Einsatz
möglicherweise (Feuerwehr)Leben retten.

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Hohlstrahlrohrtraining für Führungskräfte

Am Freitag, den 06. Juni 2008 trafen sich 15 Führungskräfte der FF Aichtal zu einer Weiterbildungsveranstaltung im Feuerwehrhaus Aich.

Abteilungskommandant Walter Kuhn begrüßte alle Teilnehmer ebenso die beiden Multiplikatoren Oliver Neumann von der FF Lenningen und Christian Bader von der Abteilung Aich im Auftrag von Kommandant Albert Fritz und wünschte allen einen erfolgreichen Schulungsabend.

Thema der heutigen Schulung war: Einsatz,  Anwendung und Funktionsweise von Hohlstrahlrohren im Innenangriff.

Die beiden Multiplikatoren erläuterten zunächst im theoretischen Teil die

  • richtige Handhabung und
  • Funktionsweise eines  Hohlstrahlrohres
  • körperliche Vorgehensweise
  • Betreten eines verrauchten Raumes
  • Situation Flash Over bzw. Back Draft

Im zweiten Teil ging es dann in die Praxis.

Auf dem Schulungshof waren zwei Bahnen aufgebaut, auf denen in zwei Gruppen unter Anleitung der beiden Multiplikatoren das zuvor erläuterte Programm Praxisnah und ausdauernd geübt bzw. erlernt wurde. Zunächst wurde mit normaler Sicht geübt, das heißt die Teilnehmer hatten keine Sichtbehinderung durch Rauch.

Vorgehensweise beim Betreten eines Raumes:

  • Temperaturcheck
  • kurze Sprühstöße gegen die Raumdecke zur Kühlung
  • weiteres Eindringen in den Raum
  • wiederholte Sprühstöße gegen die Raumdecke bis zum Erreichen des eigentlichen Brandobjektes
  • Schutzhaltung des Angriffstrupps bei einer Durchzündung.

Beim verschärften Durchgang wurde den Kräften die Sicht genommen, indem Ihr Sichtfeld der Atemschutzmaske entsprechend abgedeckt wurde, so dass eine reale null Sicht Situation geschaffen wurde.

Alle Teilnehmer gingen mit Freude und sehr viel Elan diese körperlich ansprechende Ausbildung an. Sie haben jetzt in ihren Abteilungen die Aufgabe, das heute erlernte Wissen und Können ihren aktiven Feuerwehrkameraden weiter zu vermitteln. Walter Kuhn bedankte sich bei beiden Moderatoren für ihr Engagement und überreichte Ihnen ein Weinpräsent. Sein Dank galt auch allen anwesenden Führungskräften für ihren Einsatz und Engagement an diesem Abend. Diese Form der Weiterbildung ist Bestandteil der Ausbildung an der Landesfeuerwehrschule Bruchsal, wo die beiden Multiplikatoren geschult wurden, um ihr Wissen und Können auf Kreisebene an die aktiven Feuerwehrkameraden weiterzuvermitteln.

Fortbildung für Führungskräfte

Vom 15.11.-17.11.2007 führte die Freiwillige Feuerwehr Aichtal einen Fortbildungslehrgang unter dem Thema „Ausbilden für Führungskräfte“ durch.

Dieser Lehrgang wurde von Dozenten der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg direkt vor Ort abgehalten. Den Teilnehmern wurde in diesen 3 Tagen gezeigt, in welcher Form die theoretische und praktische Fortbildung auf Standortebene durchgeführt und weiter verbessert werden kann.

Der Lehrgang beinhaltete die Grundlagen des Ausbildens und die Lehrgangs- und Unterrichtsgestaltung unter besonderer Berücksichtigung für Einsatzkräfte der Feuerwehren. Zu Gast waren wir mit diesem Lehrgang bei der Firma Putzmeister AG.

Feuerwehrkommandant Albert Fritz bedankte sich bei der Firma Putzmeister AG für die Gastfreundschaft ,bei den Dozenten sowie bei allen Teilnehmern der Feuerwehr Aichtal.

Fortbildung im Bereich Technische Hilfeleistung

Am Samstag, den 06. Mai führte die Feuerwehr Aichtal zusammen mit der Firma Weber Hydraulik GmbH eine Fortbildungsveranstaltung unter dem Thema: Patientengerechtes Retten aus Pkw – Theorie und Praxis im Feuerwehrhaus Aich durch. Teilgenommen haben aus jeder Abteilung 10 Kräfte. Interessierter Zuhörer war neben Kommandant Albert Fritz auch der anwesende Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich.

Hydraulische Rettungsgeräte sind vielseitige Werkzeuge für den täglichen Einsatz unter härtesten Bedingungen bei Feuerwehren. Die Anwendung dieser Rettungssysteme setzt gründliche Produktkenntnisse und vor allem geübte Praxis im Einsatz voraus, um die optimale Wirkungsweise zu erzielen. Nur so wird gewährleistet, die oft lebensrettende Wirkung schnell und gezielt zu erreichen. Das Ziel dieses Seminars ist, System-Anwender mit den Produkten, ihrem Aufbau und ihren Eigenschaften sowie den denkbaren Einsatzsituationen vertraut zu machen.

Das Seminar unterteilte sich in

  •  theoretische Unterweisung
  • Praktische Übungen an 3 Fahrzeugen.

Die theoretischen Einheiten gliederten sich in:

  • Besonderheiten von Pkw – Unfallen
  • Konstruktive Besonderheiten an Neuen Pkws
  • Medizinisch – technische Aspekte der Rettung bei der Zusammenarbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst
  • Sicherungsmaßnahmen und technischer Einsatzablauf

Nach der Mittagspause konnte dann im praktischen Einsatz das in der Theorie erlernte erprobt und diskutiert werden. Hierzu standen 3 Pkw zur Verfügung, an denen die so genannte

  • Erstöffnung
  • Versorgungsöffnung
  • Befreiungsöffnung und
  • die erweiterten Maßnahmen,
  • sowie die „technische Rettung“

in mehreren Situationen erprobt und geübt werden konnte.

Die Ausbilder der Firma Weber zeigten an drei Stationen, wie man mit den herkömmlichen, bzw. auch neuerem technischem Equipment verschiedene Unfallszenarien sicher und schnell abarbeiten kann.

Die gezeigten Methoden und Anwendungen standen ganz unter dem Motto:
„Aus der Praxis – Für die Praxis“

Im Anschluss an den praktischen Teil fand noch ein kurzes Feedback über den Tagesablauf mit Lehrinhalt statt. Alle Teilnehmer bescheinigten der Firma Weber für ihre Mühen und Durchführung ein großes Lob.

Zum Abschluss des Seminars bedankte sich Kommandant Albert Fritz bei den Ausbildern Manfred Rapp und Jürgen Gerhard von der Firma Weber Hydraulik GmbH für ihr Engagement mit einem kleinen Präsent. Ebenso bedankte er sich bei allen Teilnehmern für ihre Bereitschaft an diesem Tage.

 

Führungskräfte Fortbildung

Am Samstag, den 25. Juni hatte die Feuerwehr Filderstadt 4 Führungskräfte aus Aichtal zu einem Tages Workshop mit dem Thema und Ziel: Patientengerechtes Retten aus einem Lastkraftwagen nach Filderstadt Sielmingen eingeladen.

Dieser Einladung waren Kommandant Albert Fritz und seine Abteilungskommandanten Roland Harrer, Andreas Jeromin und Walter Kuhn recht gerne gefolgt.

Das Seminar unterteilte sich in

  • 4 theoretische Unterrichtsteile
  • und einem Praktischen Teil

und wurde von Führungskräften der Feuerwehr Filderstadt abgehalten.

Die theoretischen Einheiten gliederten sich in:

  • Besonderheiten des LKW – Unfalls
  • Konstruktive Besonderheiten an Lkws
  • Medizinisch – technische Aspekte der Rettung bei der Zusammenarbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst
  • Sicherungsmaßnahmen und technischer Einsatzablauf

Nach der Mittagspause konnte dann im praktischen Einsatz das in der Theorie erlernte erprobt und diskutiert werden. Hierzu standen 2 LKW – Fahrzeugkabinen zur Verfügung, an denen die so genannte

  • Erstöffnung
  • Versorgungsöffnung
  • Befreiungsöffnung und
  • die erweiterten Maßnahmen,
  • sowie die "technische Rettung"

in mehreren Situationen erprobt und geübt werden konnte.

Das technische Equipment stellten die Feuerwehren Filderstadt und Leinfelden zur Verfügung. Im Anschluss an den praktischen Teil fand noch ein kurzes Feedback über den Tagesablauf mit Lehrinhalt statt. Alle Teilnehmer bescheinigten der Feuerwehr Filderstadt für ihre  Mühen beim Vorbereiten ein großes Lob.

 

Auch wenn’s brennt: Sicherheit vor Schnelligkeit!

Unter diesem Motto stand am Freitagabend und am Samstag ein Spezialausbildungsseminar für die Sonderfahrzeugführer im Feuerwehrwesen. Feuerwehrkommandant Albert Fritz ist es gelungen, zur Durchführung dieses Seminars die Verkehrsfachschule Markdorf in Zusammenarbeit mit dem ADAC zu gewinnen.
 
Dieses Sicherheits-Seminar ist genehmigt vom:

  • Innenministerium und der Landesfeuerwehrschule Baden Württemberg
  • Wird finanziell unterstützt durch die Unfallkasse Baden Württemberg
  • Wird organisiert durch Verantwortliche des Landkreises

Die Trainingsinhalte betragen 6 Einheiten in der Theorie und 6 Einheiten in der Praxis.

Die theoretischen Einheiten wurden in der Putzmeister Akademie abgehalten und die praktischen Übungseinheiten konnten auf dem Parkplatzareal der Firma ALDI durchgeführt werden. Beiden Firmen gilt nochmals unser Dank für dieses Entgegenkommen an beiden Tagen.

Insgesamt nahmen an diesem Sicherheitsseminar 60 Feuerwehrkameraden teil. Die Feuerwehr Aichtal stellte mit 12 Mann aus Aich, 12 Mann aus Grötzingen und 7 Mann aus Neuenhaus die Hälfte der Lehrgangsteilnehmer. Zusätzlich beteiligten sich der Verwaltungsverband Neckartenzlingen mit 4 Mann aus Altdorf, 4 Mann aus Altenriet und 4 Mann aus Neckartenzlingen, sowie Filderstadt mit 4 Mann aus Bernhausen, 4 Mann aus Bonlanden, 4 Mann aus Harthausen und 2 Mann aus Sielmingen.

Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und für die erste Gruppe fand am Freitagabend von 17:00 – 21:30 Uhr der theoretische Teil statt. Am Samstagmorgen startete diese Gruppe um 07:00 Uhr mit den Fahrübungen.

Für die zweite Gruppe begann am Samstagmorgen um 07:15 Uhr der theoretische Teil dieser Maßnahme und nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Putzmeisterakademie ging es dann am Nachmittag mit der Praxis bis um 18:30 Uhr weiter.

Lerninhalte im theoretischen Teil waren:

  • Verkehrssicherheits- und Gefahrenlehre übermitteln
  • Erfahrungen und Erlebnisse austauschen, diskutieren und Handlungsmuster erarbeiten
  • Gefahrensituationen durch neue Erkenntnisse in Zukunft minimieren
  • Fahrphysikalische Gesetze in Verbindung mit der bisherigen oder modernen Technik und deren Auswirkungen erarbeiten
  • Die StVO aus Sicht der Maschinisten
  • Gesetzliche Vorschriften und deren Anwendung

Fahrpraktischer Teil:

  • Das Einsatzfahrzeug durch Wende-, Parkübungen und Rückwärtsfahren mit Sicherheitsposten und/oder Einweisung besser kennen lernen
  • Bremsübungen von 30 bis 50 km/h ausprobieren, zukünftige Handlungsmuster gemeinsam erarbeiten und trainieren
  • Das Verhalten des Fahrzeuges beim Bremsen auf unterschiedlichen Fahrbahnverhältnissen (nass und glatt) kennen lernen
  • Hindernisse umfahren und Ausweichen trainieren
  • Die Umweltschonende und materialschonende Bremsart bei einer Zielbremsung kennen lernen

Zur Durchführung dieser Übungsinhalte wurden auf dem Parkplatz der Firma ALDI entsprechende technische und mobile Trainingsgeräte aufgestellt.

Alle Teilnehmer konnten durch mehrmalige Fahr- bzw. Bremsversuche ihr bisheriges Fahrverhalten trainieren und vor allem verbessern.

Geübt wurde mit den in den jeweiligen Feuerwehren vorhandenen Einsatzfahrzeugen, vom MTW über LF 8 und LF 16/12 bis zum TLF 16/24.

Im Laufe des Nachmittags traf auch unser Kreisbrand-meister Bernhard Dittrich auf dem Trainingsgelände ein, um sich ein aktuelles Bild von diesen Trainingstagen zu verschaffen.

Jede Fahrübung wurde im Vorfeld von einem Instruktor erläutert, während der Durchführung überwacht und im Anschluss das Ergebnis besprochen.
 

Das Seminar stand unter dem Motto:

Fit im Verkehr - durch praktisches Erleben bzw. üben – üben – üben…

Im Abschlussgespräch ging Lehrgangsleiter Berthold Obser nochmals auf die durchgeführten Übungsinhalte ein, gab noch einige Tipps und bedankte sich bei den Teilnehmern für ihr Engagiertes Mitarbeiten. Jeder Teilnehmer bekam eine Teilnahmebescheinigung ausgehändigt.

Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich sprach allen Teilnehmern seinen Dank für die erbrachte Einsatz- und Lernbereitschaft aus.

Feuerwehrkommandant Albert Fritz bedankte sich ebenfalls bei allen Teilnehmern, insbesondere aber bei der Verkehrsfachschule Markdorf für die Durchführung des Seminars, sowie bei den Firmen Putzmeister und ALDI.

Abteilungskommandant Aich
Walter Kuhn

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